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Auch die Entsorgungsbranche wird mit voller Wucht getroffen.

Die konjunkturellen Auswirkungen die Corona mitbringt, wie unterbrochene Lieferketten und stillgelegte Produktionen, werden deutlich zu spüren sein. Hilfen der Bundesregierungen sind da unabdingbar. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung ist sich aber sicher, dass auch direkte Liquiditätshilfen notwendig sind, um Unternehmen zu retten.

Geordnete Abfallentsorgung und Abfallverwertung muss sichergestellt werden.

Gerade jetzt ist es wichtig, dass die Entsorgung und Verwertung des Abfalls gewährleistet wird. Hier gilt es einen Dank an alle privaten und kommunalen Unternehmen der Entsorgungswirtschaft für den unermüdlichen Einsatz zum Wohle aller, auszusprechen. Die meisten Bundesländer und Kommunen zählen die Entsorgung auch zur kritischen Infrastruktur und daher ist die Kinderbetreuung abgesichert. Bei denen dies nicht der Fall ist, sollte es schnellstens nachgeholt werden. Dies wird auch im Forderungskatalog des Bundesverband der deutschen Entsorgungswirtschaft deutlich, hier heißt es, dass es in allen (!) Bundesländern zukünftig Pflicht ist, dass alle Bereiche der Entsorgungswirtschaft zur systemrelevanten Infrastruktur gehören.

Was hilft?

Die befristete Aufhebung der Sonn- und Feiertagsfahrverbote hilft schon enorm weiter. Jedoch ziehen noch nicht alle Bundesländer mit, hier muss dringend nachgearbeitet werden. Möglicherweise wäre auch eine Lockerung der täglichen Lenkzeitbegrenzung sinnvoll und eine Reduzierung der Ruhezeiten, was jedoch wieder Risiken bürgt. Zwingend notwendig ist Schutzausrüstung für das Fahrpersonal, so viel ist sicher. Auch die Flexibilität mit dem Umgang der Unternehmen mit den Arbeitszeitregelungen der Fahrer ist in den Forderungen des BDE thematisiert.

Was ist noch notwendig?

Außerdem als wichtig sieht der BDE vor allem den Umfang mit Kunden, der ausschließlich beleglos erfolgen soll und die Digitalisierung hier vorangetrieben werden muss. Außerdem ermöglicht der BDE-Manteltarif entsprechende Möglichkeiten für Kurzarbeitergeld und die Kita- und Schulnotbetreuung der Kinder von Mitarbeitern in den Entsorgungsunternehmen muss gewährleistet sein. Lagerkapazitäten müssen aufgestockt werden, Verträge zur grenzüberschreitenden Verbringung von Wertstoffen dürfen nicht außer Kraft gesetzt werden und vor allem die finanzielle Unterstützung der Unternehmen darf nicht vernachlässigt werden, heißt es weiter.

Entsorgungswirtschaft in großer Sorge.

Die Ungewissheit um die Sicherstellung der Entsorgungs- und der Versorgungssicherheit ist dementsprechend groß. Die privaten und industriellen Abfälle müssen weiter abgeholt und abgeliefert werden. Doch nicht erst seit Ausbruch der Krise herrscht ein Mangel an LKW-Fahrern. Der Mangel wird nunmehr durch ausländische Fahrer, die zurück in die Heimat müssen, oder durch Quarantäne-Fällen verschärft. So können nicht alle Rhythmen eingehalten werden. .
Quellen: bvse, BDE
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