agsdi-hamburger-menu
agsdi-hamburger-menu
M
LoRaWAN, ausgeschrieben Long Range Wide Area Network, ist eine Funk-Technologie mit deren Hilfe Hamburg eine neue Daten-Infrastruktur aufbauen will. 8 Städtische Tochterunternehmen sollen hierfür zusammenarbeiten und diese Technik möglich machen. Sie verspricht höchste Qualität in Übertragung von Messwerten von schwer zugänglichen Orten, wie z.B. Keller o.ä., und erfüllt dabei alle Anforderungen bezüglich der Zuverlässigkeit und der Sicherheit der Daten.
Einsatz des Netzwerks und Vorteile

LoRaWAN kann sehr vielseitig eingesetzt werden. Ein sehr sinnvolles Beispiel ist hier das Multi Metering, welches bedeutet, dass alle Energiemedien einer Wohnpartei aus der Ferne ausgelesen werden können, sprich die Daten zu Strom, Wasser, Kälte und Wärme können effizienter und kostensparender ausgewertet werden. Zusätzlich können öffentliche Beleuchtungsanlagen angesteuert werden, Füllstände bei Müllbehältern gemessen werden oder auch Rücklauftemperaturen in Heizungssystemen, Raumtemperaturen oder –feuchtigkeiten ausgemessen werden. Ein Vorteil dieses Projektes ist, dass ein großes LoRaWAN Netzwerk aufgebaut wird, in der jeder Partner eigenständig seine Daten abrufen kann. Neben dem Stromnetz Hamburg, dass die zentrale Koordination übernehmen soll, beteiligen sich das Gasnetz Hamburg, HAMBURG Energie, Hamburger Hochbahn, Hamburg Verkehrsanlagen, HAMBURG WASSER, SBH Schulbau Hamburg und die Stadtreinigung Hamburg. Hamburgs Chief Digital Officer Christian Pfromm ist begeistert und sich sicher, dass dies einen absoluten Mehrwert für die Stadt haben wird. Neben komplikationslosen und großräumigen Informationsaustausch, welcher sich positiv auf die Stadt auswirken wird, bündeln sich viele Synergien für alle beteiligten Unternehmen.

Ist das auch für Thüringen eine Alternative?

Absolut, auch für Thüringen kann das LoRaWAN Netzwerk einen positiven Effekt verzeichnen. Jedoch ist es momentan noch nicht weiter verbreitet. Als einer der Vorreiter gilt ein kleiner Ortsteil Namens Martinsfeld der Gemeinde Schimberg. Hier werden seit Sommer 2018 mit dem Projekt SMARTinsfeld bereits alle Straßenbeleuchtungen durch das intelligente System LoRaWAN gesteuert und durchweg positiv bewertet. In dem 600 Seelen Örtchen werden ca. 98 Straßenlaternen gesteuert und die Projektleiter haben das Ziel, der Ort Deutschlands, mit der höchsten Dichte an Internet-of-Things Anwendungsfällen auf LoRaWAN-Basis zu werden. Ein sehr spannendes Projekt, dass sicherlich ein gutes Beispiel für alle Gemeinden in Thüringen sein kann.

 

Quelle: IP Insider, emw-online

 

 

Scroll Up