Vom 4. bis zum 9. November 2018 findet die Delegationsreise der LEG nach Israel statt. Die Expedition steht unter der Leitung von Valentina Kerst, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. 15 Thüringer Firmen nehmen an der Reise teil, um sich vor Ort mit der High-Tech Industrie in Israel zu vernetzen und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Im Fokus der Delegationsreise der LEG stehen die Themen Digitalisierung, innovative Technologien sowie der Wissens- und Technologietransfer.

Die Q-SOFT GmbH ist vor Ort dabei und gestaltet den Cyber Security Workshop am 7. November, bei dem es unter anderem um die Schwerpunkte IT-Sicherheit und Aufbau eines ISMS (Information Security Management System)  gehen wird. 

Ziel der Reise ist die Vernetzung sowie die Entstehung neuer Geschäftsmöglichkeiten

Die Q-SOFT GmbH nutzt vor Ort die Chance, mit Vertretern der israelischen Hightech-Industrie Kontakte zu knüpfen und Geschäftsmöglichkeiten zu diskutieren. Im Brennpunkt der Delegationsreise stehen in diesem Jahr die Branchen Informations-und Kommunikationstechnik, Optik/Optoelektronik, Biotechnologie, Medizintechnik, Kreativwirtschaft sowie Erneuerbare Energien. Auf dem Programm stehen B2B Gespräche, ein Pitch & Match Event, Networking-Veranstaltungen und branchenspezifische Workshops, u.a. zum Thema Cyber Security.

Die Besuche bei lokalen Unternehmen, Start-ups und Co-Working Spaces sowie in Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen bieten während der Delegationsreise gute Möglichkeiten, Inspiration zu gewinnen und Kooperationen aufzubauen. Die Exkursion führt die teilnehmenden Unternehmen in die Städte Tel Aviv, Haifa  und Jerusalem. 

In Be’er Sheva, einer Großstadt im Süden Israels, hält die Q-SOFT am Vormittag des 7. Novembers den Cyber Security Workshop mit anschließendem Networking-Lunch ab. Als langjährig in Thüringen ansässiges Unternehmen widmet sich die Q-SOFT u.a. den Schwerpunkten IT-Sicherheit sowie Aufbau eines ISMS. 

Israel als führender Hightech-Standort

Israel und besonders die Stadt Tel Aviv ist in den letzten Jahrzehnten zu einem wirtschaftsstarken Technologiestandort herangereift. Die digitale Kompetenz des Staates findet ihre Ursache vor allem in einer überdurchschnittlich guten Ausbildung von Fachkräften an Universitäten und Forschungszentren, der Zuwanderung hochqualifizierter Professionals sowie einer einzigartigen Gründermentalität. Motor des Innovationstreibens ist die andauernde militärische Bedrohung, welche die wirtschaftliche und technologische Entwicklung des Landes vorangetrieben hat.

Kein anderes Land investiert derzeit mehr Mittel in Forschung und Entwicklung als Israel. Gemessen an der Bevölkerungszahl erscheint die Anzahl an Firmengründungen riesig. Im Land selbst boomen besonders die Branchen der Schmuck,- Bau- und Sicherheitsindustrie. Auch die Softwareentwicklung sowie die Telekommunikationsbranche gehören zu den wirtschaftlich wichtigsten Industriezweigen. Israel verfügt über mehr als 550 Telekommunikations-High-Tech-Unternehmen und circa 300 Unternehmen, die im Bereich Softwareentwicklung tätig sind – eine Dichte an High-Tech-Unternehmen, welche einzig vom Standort Sillicon Valleys in Kalifornien übertroffen wird.

In den letzten Jahren gab es verstärkt Delegationsreisen zwischen dem deutschsprachigen Raum nach Israel. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt den Austausch von Startup-Unternehmen zudem seit 2016 in dem deutsch-israelischen Start-up-Programm GISEP. Das Programm soll Kontakte und Informationstransfer zwischen beiden Nationen ermöglichen.

IT-Sicherheit aus Sicht der Thüringer Wirtschaft

Das Bundesland Thüringen arbeitet in Belangen der IT-Sicherheit neuerdings noch enger mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zusammen. Auf den Weg gebracht hat diese Anregung das Thüringer Finanzministerium unter Leitung des Finanzstaatssekretärs Dr. Hartmut Schubert.

Vor dem Hintergrund einer wachsenden Bedrohungslage im Bereich IT-Infrastruktur ist diese Zusammenarbeit zwingend notwendig. Tägliche Angriffe auf Verwaltungsnetze bei Bund und Ländern sind keine Seltenheit mehr. Die steigende Qualität sowie der wachsende Umfang der Angriffe bedingt eine neue Sicherheitsstrategie. Besonders steigt die Anzahl im Bereich der Cyber-Attacken auf die Kommunikationsinfrastuktur. 2017 gab es die erste große Attacke von Ransomware-E-Mails auf Verwaltungsnetze. Im ersten Halbjahr wurden 11,2 Millionen E-Mails herausgefiltert, von denen 2.810 mit Schadprogrammen versehen waren. Durch eine rechtzeitige Blockade konnte das Eindringen in das Thüringer Verwaltungsnetz jedoch verhindert werden.

Das Land Thüringen strebt mit der Intensivierung der Beziehungen eine „gesamtstaatliche Cyber-Sicherheitsarchitektur“ an. Auch in Bezug auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Thüringen und der Bundesebene wird es demnächst neue Impulse geben. Am 7. November wird dazu auf dem ersten Thüringer E-Government-Kongress eine aktuelle Vereinbarung des Thüringer Finanzministeriums mit dem Bund unterzeichnet.

Ziel der Vereinbarung ist es u.a., ein ausgedehntes Ausbildungskonzept für Thüringer IT-Sicherheitsbeauftragte in den Behörden bereitzustellen. Thüringen ist somit das erste Bundesland, das sein komplettes Sprach-und Datennetz der Zertifizierung des Bundesamtes für Sicherheit unterzieht und somit einen hohen Sicherheitsstandard setzt.

Deutsche Unternehmen immer häufiger im Sperrfeuer digitaler Cyber-Attacken

Ebenso wie die Thüringer Verwaltung die wachsende Bedrohung sowie die steigende Schutzbedürftigkeit der IT-Infrastruktur erkannt hat, sollte dies auch für Thüringer Unternehmen gelten. In den letzten 2 Jahren sind knapp 70% der deutschen Unternehmen Opfer von Cyber-Attacken geworden – wobei die Hälfte der Angriffe erfolgreich verlief. Insgesamt ist den deutschen Unternehmen damit ein Schaden in einer Höhe von 43,4 Milliarden Euro entstanden. Hauptschadensquelle bei Unternehmen sind derzeit  Angriffe mit Schadsoftware (Malware) sowie Phishing-Attacken. Die IT-Sicherheit ist für Unternehmen heute wesentlich geworden und sollte auf Führungsebene entschieden werden.

Quellen: thüringen-international.deisrael.hagalil.com

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