Israel ist Wegbereiter auf dem globalen Zukunftsmarkt: In Sachen Digitalisierung und Entwicklung fortschrittlicher Technologien nimmt Israel eine weltweite Vorreiterrolle ein. Für den deutschen Mittelstand bieten Synergien mit israelischen Startups einen großen Mehrwert. Israel hat viel zu bieten: Das konnten auch die Teilnehmer der Delegationsreise der LEG Anfang November 2018 feststellen.

Q-SOFT lädt Entscheider von Unternehmen zur ersten business lounge Thüringen am 23. Januar 2018 ein. Keynote Speaker der Veranstaltung ist Frau Valentina Kerst, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. Sie wird im Kontext des Themas „Was wir von Israel lernen können“ über die Erfahrungen der Delegationsreise der LEG im November berichten, an welcher auch die Q-SOFT GmbH teilgenommen hat. Im Fokus der ersten Veranstaltungen stehen neue Technologien in Bezug auf Cyber Security.

Israel ist eine Startup-Nation, die ständig neue Innovationen auf den Weg bringt

Israel ist mit einer Größe von 200.770 km² flächenmäßig mit dem deutschen Bundesland Hessen vergleichbar. Ständige politische Konflikte mit Nachbarstaaten und ein Staatsgebiet, das zu 60% von Wüste bedeckt ist, sind scheinbar keine idealen Rahmenbedingungen für einen wirtschaftlichen Wegbereiter. Dennoch hat sich Israel seit den 1990er Jahren zu einer Startup-Nation weiterentwickelt. Auf rasante Weise entstehen dort Innovationen und neue Entwicklungen im Rahmen der Digitalisierung und Industrie 4.0.

Einflüsse aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Militär und Politik greifen in Israel ineinander. Das Land verfügt heute über eine herausragende Forschungslandschaft, eine fortschrittliche Hightech-Armee sowie eine riesige Anzahl an neu gegründete Unternehmen. Mittlerweile gibt es in Israel 6.500 Startup-Unternehmen – mehr als doppelt so viele wie in Deutschland. Einem Startup-Unternehmen steht ein Bevölkerungsanteil von 431 Menschen gegenüber. Für ein kleines Land mit nur 8,5 Millionen Einwohnern ist das eine erstaunliche Dichte und weltweit einzigartig.

Hinter der Entwicklung Israels zur Startup-Nation steckt eine langjährige Strategie. Israel ist Digitalisierungsexperte und ein weltweit führender Hightech-Standort und kann den deutschen Unternehmen damit als gutes Vorbild dienen.

Mit Strategie zum Erfolg: Wie Israel sich zu einem der fortschrittlichsten Länder weltweit entwickelte

Israel und besonders die Stadt Tel Aviv ist in den letzten Jahrzehnten zu einem wirtschaftsstarken Technologiestandort herangereift. Vorangetrieben hat diese Entwicklung die staatliche Förderung für Startups, die in Israel seit der Wirtschaftskrise in den 1990er Jahren in Kraft trat. Die Regierung fördert seitdem Innovationen mittels eines Inkubatorenprogrammes.

Nach diesem Finanzierungsmodell können insgesamt 24 Inkubatoren für junge Gründer öffentliches Startkapital beantragen: 15% der Finanzierung werden über einen Investor abgedeckt. Hingegen gelten 85% des Geldes als staatlichen Darlehen, müssen aber nur im Erfolgsfall zurückgezahlt werden. Damit ist das Startup für den Fall des Scheiterns versorgt. Die Regierung legte mit der Bereitstellung dieses Risikokapitals das Fundament für den bis heute anhaltenden Startup-Boom. Die Identifikation der Bevölkerung mit jungen Startup-Unternehmen ist hoch, da sie vor allem auch im Falle des Scheiterns mit beteiligt sind.

Neben dem Inkubatorenprogramm gibt in Israel 180 Venture Capital Fonds. Bei dieser Variante stellen Investoren stellen den Gründern Kapital zur Verfügung – ähnlich wie bei der Höhle des Löwen. Die Investoren arbeiten eng mit den geförderten Personen zusammen und coachen diese. Damit wird das Ökosystem Israels gestärkt und für ausländische Investoren ist der Erfolg der Methode ein Zeichen dafür, dass sich finanzielle Beteiligung in Israel bezahlt macht.

Insgesamt wird die Gründung eines Startups in Israel nicht nur gesellschaftlich anerkannt, sondern auch staatlich begünstigt. Israel verfügte im Vorjahr über ein Bruttoinlandsprodukt von 350 Mrd. US Dollar und wird sich wohl auch in den nächsten Jahren stetig weiterentwickeln.

Israels Kernwerte sind Schnelligkeit und Mut zum Risiko

In Deutschland ist es vergleichsweise schwererer für Startup-Unternehmen, sich das benötigte Risikokapital zu beschaffen. Zwar gibt es auch hier Förderprogramme, allerdings schwächeln diese oft durch eine zu bürokratische Umsetzung.

In Israel ist nicht nur die Kapitalvergabe durch schnelle Prozesse gekennzeichnet, sondern oftmals auch die Markteinführung des Produktes. Schnelle Ideen führen zu Innovationen und schnellen Markteinführungen. Das Produkt wird an Hand des ebenfalls raschen Kundenfeedbacks ausgewertet und weiterentwickelt, während in Deutschland oftmals Ideen von Abteilung zu Abteilung und dann auf Geschäftsführerebene besprochen werden. Prozesse sind gut durchdacht, mit möglichst wenig Risiko verbunden und teilweise an langfristige Strategien gekoppelt.

Die Arbeitsweise israelischer Unternehmer ist gekennzeichnet durch einen Hang zum Risiko, zum Fortschritt, zur Innovation und zum Mut zum ScheiternInformationen werden freizügiger behandelt als in Deutschland, Prozesse laufen weniger bürokratisiert ab. In Israel bedeutet Scheitern eine Erweiterung des Erfahrungsschatzes. Risiko ist eine Komponente, die als etwas Produktives gesehen wird. In Deutschland kann die israelische Kultur nicht einfach adaptiert werden. Unternehmer setzen hier oft auf Bewährtes, auf hohe Qualität und die Optimierung von bestehenden Prozessen.

Deutsche Unternehmen profitieren von Synergien mit israelischen Startups

Das Land im Nahen Osten ist bei deutschen Großkonzernen und zunehmend auch beim deutschen Mittelstand beliebt. Deutsche Unternehmen setzten zunehmend auf Standorte in Israel. Allein im Raum Tel Aviv, der Hightech Zentrale in Israel, haben bereits über 300 internationale Großkonzerne Büros sowie Forschungszentren errichtet. Deutsche Unternehmen wie VW, Bosch, Audi und Telekom haben realisiert, wie fortschrittlich das Land ist und wie sie von den dort entstehenden Ideen, Innovationen und Produkten profitieren können.

Auch für den deutschen Mittelstand bieten Synergien und Kooperationen mit israelischen Startups einen großen Mehrwert. Deutsche Unternehmen suchen in Israel oftmals Inspiration auf dem Weg zur Digitalisierung, Israelische Startups hingegen suchen Marktpotenzial und Absatzmöglichkeiten für innovative Produkte. Wenn sich der israelische Innovations-und Gründerspirit mit der langjährigen Expertise und Erfahrung deutscher Unternehmen vereint, entsteht eine nahezu perfekte Symbiose.

Chancen und Risiken einer deutsch-israelischen Kooperation

Bislang gibt es im deutschen Mittelstand immer noch keine breite Akzeptanz, was die Integration von intellectual property (geistigem Eigentum) betrifft, die von außen kommt. Das deutsche Ökosystem muss sich dafür öffnen, um an den technischen Stand von Israel anzuknöpfen und selbst eine Vorreiterrolle in der Digitalisierung von Prozessen einzunehmen.

Produktionszyklen werden weltweit kürzer, Innovationen werden immer schneller entwickelt und oftmals fehlt den mittleren und kleineren Unternehmen die Zeit, alle Produkte selbst zu entwickeln. Der Import von intellectual property kann somit langfristig als gute Lösungsstrategie gesehen werden.

Kooperationen zwischen deutschen und israelischen Unternehmen bergen große Chancen – aber auch einige Risiken. Kooperationen scheitern zum Teil auf Grund von kulturellen Unterschieden: Israelis gehen freizügiger mit ihren Daten um, in Deutschland wird jede Anfrage mehrmals geprüft. Bis die richtige Ebene, der Geschäftsführer erreicht ist, ist es oft ein langer Weg. Israel ist geprägt von flachen Hierarchien, in Deutschland hingegen ist das flächendeckend noch nicht der Fall.

Erst wenn sowohl die einzelnen Abteilungen als auch die Geschäftsführerebene darin ausgebildet ist, Innovation von außen in die eigenen Geschäftsprozesse mit einzubeziehen, sind die optimalen Rahmenbedingungen dafür geschaffen, sich von dem israelischen Gründergeist inspirieren zu lassen und eine fruchtbare Kooperation mit einem israelischen Startup einzugehen.

Quellen: focus.de und techtag.de

Sie wollen dazu mehr erfahren? Kommen Sie zu unserer ersten business lounge Thüringen!

Am Mittwoch, dem 23. Januar 2019, startet unsere erste business lounge Thüringen. Gemeinsam mit der LEG veranstalten wir ein Meet-Up für Entscheider zum Thema „Was wir vom Hightech Standort Israel lernen können“. Keynote Speaker der Veranstaltung ist Frau Valentina Kerst, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft. Frau Kerst wird über die Ergebnisse der Delegationsreise der LEG im November 2018 berichten, an der auch die Q-SOFT GmbH teilgenommen hat. Im Fokus der ersten Veranstaltungen stehen neue Technologien in Bezug auf Cyber Security.

In der business lounge Thüringen erwarten Sie hochkarätige Referenten, sowie Best-Pratice-Beispiele und ein branchenübergreifendes Netzwerk.

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